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Bananen, eine einzigartige Frucht

10.01.2008

Bananen, die Früchte der Weisen

Bananen

Andy Warhol hat sie in den Rang eines Kunstwerkes erhoben, in der ehemaligen DDR galt sie als Inbegriff der Exotik und Ausdauersportler schätzen sie wie kaum eine andere Frucht - die Banane.

Eigentlich kann man gar nicht von der Banane reden.
An die hundert verschiedene Sorten wachsen in den Tropen. Zum Beispiel die kleine Apfelbanane, die eine dünne Schale besitzt und - wie der Name schon sagt - ein wenig nach Apfel schmeckt. Besonders bananig dagegen schmeckt die Babybanane, die auch Lady's Finger genannt wird. Dann gibt es noch die Kochbanane, die vom Geschmack an eine Kartoffel erinnert, sehr mehlig ist und viel Stärke enthält. Sie wird nicht roh gegessen, sondern wie eine Kartoffel verwendet. In den Ursprungsländern wird auch Mehl oder Bier aus der Kochbanane hergestellt oder - wie bei uns aus der Kartoffel - Chips.

Die bekannteste Banane bei uns ist und bleibt aber immer noch die Obstbanane.
Und die hat es richtig in sich, wenn es um gesunde Nährstoffe geht. Sie enthält zum Beispiel Eiweiß, Phosphor, Selen, Calcium und sehr viel Kalium, was helfen kann, Müdigkeit und Schwächezuständen vorzubeugen, die bei Kaliummangel entstehen können. Auch Menschen, die nachts mit Wadenkrämpfen aufwachen, sollten es mal mit Bananen probieren.
Denn Wadenkrämpfe können von Magnesiummangel herrühren, und schon eine Banane enthält ein Sechstel des Tagesbedarfs an Magnesium. Außerdem nimmt man mit dem Verzehr einer Banane ein knappes Drittel des Tagesbedarfs an Vitamin B6 und viele Ballaststoffe zu sich. Bananen liefern Energie durch Kohlehydrate, enthalten aber fast kein Fett. Außerdem sind sie leicht verdaulich und dadurch bei Magen- und Darmproblemen, bei Durchfall ebenso wie bei Verstopfung.

Bananen kann man in vielen Reifestadien kaufen. Die Bandbreite reicht von unreif mit grüner Schale bis hin zu schwarz gefleckten Exemplaren mit bräunlichem Fruchtfleisch, die schnell verzehrt werden sollten. Grüne Früchte kann man bei Zimmertemperatur nachreifen lassen. (Daher auch der Begriff Bananensoftware für Programme, die verkauft werden, obwohl sie noch nicht ausgereift sind und die erst beim Anwender durch verschiedene Updates und Bugfixes verwendbar werden).
In einem kühlen dunklen Raum dauert es etwas länger. Gibt man die Bananen in eine Papertüte, geht es schneller. Das liegt daran, dass die Bananen einer höheren Konzentration Ethen (auch Ethylen genannt) ausgesetzt sind, einem Reifehormon, dass sie selbst produzieren. Legt man noch einen Apfel mit hinein, beschleunigt man den Prozess zusätzlich.
Äpfel produzieren wie Tomaten relativ hohe Mengen Ethen und sollten darum nur in der Nähe von Bananen gelagert werden, wenn man den Reifeprozess beschleunigen will. In jedem Fall hängt man Bananen am besten auf, damit sie keine Druckstellen bekommen, an denen sich das Fruchtfleisch braun verfärbt. Grüne Bananen darf man - im Gegensatz zu gelben, nicht in den Kühlschrank legen, da sie sonst verrotten.

Guten Appetit.

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