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Rhabarber

02.04.2008

Rhabarber nicht nur lecker, auch gesund!

Dass Rhabarber ein Obst ist, und deswegen in Marmeladen und auf Kuchen auftaucht ist ein Irrtum. Rhabarber ist ein Gemüse. Und was für eines!

Ursprung und Anwendung

Rhabarber

Ursprünglich kommt Rhabarber aus China, wo er schon seit über 400 Jahren als heilmittel angepflanzt und genutzt wird. Jedoch wird der Arzneirhabarber im Gegensatz zum Speiserhabarber (mit höchstens 1,5 Metern) bis zu drei Meter hoch.

Aus den Wurzeln des chinesischen Rhabarbers wurden in unterschiedlicher Form Arzneimittel gegen Verstopfung, Durchfall, Gelbsucht und Nasenbluten hergestellt. Die Verabreichungsform aus geschnittenen Wurzeln, als Pulver, in Form von Trockenextrakten für Tees oder bereits in flüssiger Form als Elixier konnten je nach Dosierung durchaus gegensätzliche Wirkung zeigen. Er hatte durch den hohen Gehalt an Vitamin A, B, C und K, sowie Kalium, Phosphor und Eisen nicht nur blutreinigende und entschlackende Wirkung, sondern war durch seinen Calziumgehalt auch gut für den Knochenaufbau. Zusätzlich wirkt er entwässernd und fördert so den Nährstofftransport aus dem Blut in die Körperzellen.

Die Herkunft des Namens

Der Rhabarber fand seinen Weg von China über Russland zu Beginn des 16. Jahrhunderts ins heutige Europa. Die Griechen kannten ihn von den Ufern der Wolga her, wo er damals angebaut wurde. Sie nannten ihn „das fremdartige Gewächs von der Wolga“, wobei die Wolga bei den Griechen damals den Namen Rha trug. Rha Barbar, die Ableitung stammt vom griechischen barbaros, was so viel heißt wie fremdländisch. Was die lateinische Übersetzung und den heutigen lateinischen Namen angeht, so gibt es da Abweichungen. Auf der einen Seite hätten wir da Radix Barbaris, was soviel heißt wie Wurzel der Barbaren. Diese Erklärung macht anhand der Nutzung durch die chinesische Medizin durchaus Sinn. Auf der anderen Seite heißt die Pflanze lateinisch heute Rheum Barbarum. In Deutschland wird Rhabarber erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts angebaut. Engländer, Franzosen und Niederländer kannten ihn weitaus früher.

Warum ist Rhabarber sauer?

Neben seinen vielen Vitaminen und Mineralstoffen sind im Rhabarber auch Anteile von Apfelsäure, Zitronensäure und Oxalsäure zu finden. Oxalsäure ist wohl eher unter dem Namen Kleesäure bekannt. Man findet sie nicht nur in (Sauer-)Klee und Rhabarber, sondern ebenso in Mangold, Spinat und natürlich in Sauerampfer. Bei empfindlichen Leuten kann die Oxalsäure zu Problemen im Magen-Darm-Trakt führen. Menschen mit Nierenleiden oder Gallensteinen sollten also Rhabarber ebenso vorsichtig genießen wie Diabetiker, Gichtkranke oder Rheumatiker. Während der Schwangerschaft oder Stillzeit sollte wegen des Säuregehaltes möglichst kein oder nur wenig Rhabarber gegessen werden. Auch greift die Oxalsäure den Zahnschmelz an. Deswegen hat man nach dem Verzehr manchmal etwas rauhe Zähne. Das geht aber ganz schnell wieder weg.

Schlechte Laune und versauerten Appetit?

Lassen Sie Sich die Laune und den Appetit nicht versauern
Oxalsäure kann zwar für den Menschen gefährlich werden, jedoch erst ab einer Menge von 5 bis 15 Gramm. In 100 Gramm Rhabarber findet man je nach Erntezeit, Art der Düngung und vor allem der Sorte jedoch lediglich 60–100 Milligramm Oxalsäure. Mann müsste also von der höchskonzentrierten Sorte mindestens ein Kilogramm essen! Wer einen empfindlichen Magen hat, aber dennoch nicht auf die leckeren Stangen verzichten möchte, sollte Milchprodukte dazu essen. Oder trinken. Das in Milch enthaltene Calzium neutralisiert die Säure.

Auf jeden Fall schmeckt ein Rhabarberkuchen mit frischer Sahne (Milchprodukt) sehr lecker.

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